Sentiment: Wie die KI nicht nur ob, sondern wie sie über Sie spricht
In KI-Empfehlungen genannt zu werden, ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist der Tonfall. Denn ein Modell sagt nicht nur, dass es Sie kennt — es sagt auch, wie es Sie einschätzt. Und dieser Tonfall entscheidet mit, ob ein Kandidat auf Sie zugeht oder weiterscrollt.
Zwei Unternehmen, zweimal genannt — und doch ungleich
Stellen Sie sich vor, eine KI empfiehlt auf dieselbe Frage zwei Arbeitgeber. Über den einen sagt sie: „solide, aber eher konservativ, mit klassischen Strukturen.“ Über den anderen: „innovativ, mit starker Lernkultur und sehr guten Bewertungen zur Work-Life-Balance.“
Beide wurden genannt. Aber sie haben nicht denselben Eindruck hinterlassen. Für einen Kandidaten, der Entwicklungschancen sucht, ist die zweite Beschreibung die Einladung — und die erste ein leises Abwinken. Genau das ist Sentiment: die Färbung, mit der eine KI über Sie spricht.
Woraus sich Sentiment speist
Der Tonfall einer KI ist kein Zufall und keine Laune. Er destilliert sich aus dem, was in den Quellen über Sie steht:
Bewertungstexte. Auf kununu und Glassdoor zählt nicht nur die Sternezahl, sondern die Sprache der Bewertungen. Wiederkehrende Worte wie „starre Hierarchien“ oder „tolles Team“ prägen, wie ein Modell Sie beschreibt.
Konsistenz über Quellen hinweg. Wenn Ihre Karriereseite Innovation verspricht, die Bewertungen das aber nicht stützen, entsteht ein gebrochenes Bild — und ein Modell formuliert dann vorsichtiger, mit Einschränkungen.
Aktualität. Ein altes negatives Bild kann nachwirken, wenn neuere, positive Signale fehlen. Sentiment ist nicht in Stein gemeißelt, aber es verändert sich nur, wenn sich die Quellenlage verändert.
Warum Sichtbarkeit allein nicht reicht
Viele Arbeitgeber konzentrieren sich darauf, überhaupt genannt zu werden. Das ist richtig, aber unvollständig. Eine Nennung mit lauwarmem oder einschränkendem Tonfall kann weniger wert sein als gar keine — weil sie aktiv Zweifel sät, statt nur abwesend zu sein.
Deshalb gehören Sichtbarkeit und Sentiment zusammen. Die eine Kennzahl sagt, ob Sie im Spiel sind. Die andere, ob das Spiel für Sie läuft.
Sentiment lässt sich messen — und drehen
Weil Sentiment aus nachvollziehbaren Quellen entsteht, lässt es sich auch beeinflussen. Der erste Schritt ist immer, den Ist-Zustand zu kennen: In welchem Tonfall beschreibt die KI Sie heute? Welche Begriffe tauchen auf? Wo weicht das KI-Bild von dem ab, das Sie vermitteln wollen?
draft macht genau das sichtbar — nicht nur, ob und wo Sie genannt werden, sondern in welchem Tenor, gespeist aus welchen Quellen. So wird aus einem diffusen Gefühl („irgendwie werden wir nicht gut dargestellt“) eine konkrete Grundlage, an der man arbeiten kann.
Sehen Sie, wie KI Ihren Arbeitgeber heute darstellt.
draft analysiert Ihre Sichtbarkeit in ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini — und zeigt, wo Sie gegenüber Ihren Wettbewerbern stehen.
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